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BLOG Baue d(ein) Ruhebild! Stressabbau trifft Imagination
Hast Du ein Ruhebild? Meins hat mit Bewegung zu tun

Sportler:innen, die mentales Training praktizieren, haben meist Ruhebilder. Ziel dieser Visualisierungstechnik ist das eigene „Erregungsniveau“ auf einen niedrigen Level zu senken.

Sportler:innen „beamen“ sich über ihre Ruhebilder aus Stressmomenten im Hier und Jetzt an einen Ort der Ruhe, Entspannung, Erholung, vielleicht auch Freiheit bedeutet. Es ist wichtig, dass das Ruhebild in der Erinnerung wirklichkeitsgetreu erlebt wird. Dabei spielen Details eine wichtige Rolle. 

Vgl.Antje Heimsoeth: SPORTMENTALTRAINING,1. Auflage 2015,  S.151-152.

Ruhebilder sind individuell. 

a(rm) 
anwinkeln, heben rechts-links
_ __k /
k(opf) drehen 
        °      °       °       °      °     °         °      °        °      °       °       °      °     ° 
l-r- ° l-r-° l-r- ° l-r-° l-r- ° l-r-° l-r- ° l-r-°l-r- ° l-r-° l-r- ° l-r-° l-r- ° l-r-° 
l(inks)-r(echts)
luft reinholen 
                         luft rausschicken  °°°°°                                                             

(Sas)

Mein Ruhebild hat mit Sport, mit Bewegung, Wiederholung und Rhythmus zu tun zu tun. Und mit Poesie.

Vielleicht sind mir diese Bewegungsmomente so wichtig, auch weil ich keine Profisportler*in bin. Du bist neugierig, auf die Person hinter den Buchstaben. Hier erfährst Du mehr über mich.

Ich habe Bildende Kunst studiert und bin Zeichnerin. Buchstaben sehe ich (auch) als visuelle Elemente und sie transportieren natürlich auch Sinn.

Mein Ruhebild funktioniert vor allem optisch, ein bißchen auch akustisch (Durchsage Wellenbad, Musik aus der Kompakt-Anlage oder leiser Nieselregen, Platsch vom Sprungturm, mein eigenes Ein- und Auftauchen).

Im Wasser, unter dem Himmel, in Bewegung

  • Die Mittelbahn im Freibad, da will ich hin!
  • In Gedanken mache ich mich auf den Weg, bin in der nächsten Sekunde vor Ort. Dort, Wertkarte nutzen, am Kassenhäuschen vorbei nach Innen. Ich schließe meine Wertsachen Portemonnaie, Handy, Schlüssel, öfter mal auch ein Buch (alles, was nicht in Kontakt mit Wasser kommen soll) in ein kleines, etwas kleiner als ein Karton mit Kopierpapier,großes Fach. 
  • An einem Kaugummi- und einem Microspielzeug-Automaten vorbei. (2 Euro  finde ich immer wieder zu teuer und doch denke ich jedes Mal darüber nach. 
  • Gerade aus führt der nächste Schritt unter den Himmel ins Freie.
  • Da ist sie, die Möwe auf dem Wegweiser. Sie, aus Plastik, bewegt sich im Gegensatz zu mir nicht, nie. Mein Blick wandert weiter noch weiter nach oben  zum Sprungturm.
  • Links geht’s die Betonstufen nach oben. Meine Augen landen auf der Wasserfläche.
  • Ein erster Check: Wer ist schon da oder auch nicht da?

Park-Bank. Alles abwerfen mit Blick auf den Beckenrand:

  • Meine rote Sporttasche nehme ich von meinem Rücken (immer noch perfekt von der Größe, meine Flossen – hellblau/Gummi passen der Länge nach rein)stelle sie auf eine der Bänke unter der Tribüne.
  • Ich nehme den Beutel mit den Flossen aus der Tasche, Schuhe unter die Bank, alle Textilien weg, Badeanzug trage ich immer schon darunter, Badelatschen an.
  • Schwimmbrille (verspiegelt, neongrünes Band) Blick in den Himmel, 
  • ich springe kurz unter der Dusche im Freien hin und her [immer zu kalt]
  • dann klettere ich am Einstieg über die Leiter ins Becken und schon geht es los. 

Sofort  los ! Mein Ruhebild, die Abkürzung: 

  • ° . in der Mitte der Wasserfläche 
    • ° . paddeln meine Flossenfüße und ich los,
      • ° . abwechselnd steigen meine Ellenbogen nach oben und ziehen die Handflächen aus dem Wasser, diese landen dann wieder vor meinem Kopf, 
  • ich, in Bewegung
    • ° . auf der Bahn in der Mitte, unter blauem Himmel und Wolken, mit nach beiden Seiten maximalem Abstand zum Rand.
      • ° .rechts, links, rechts – Atmen 
        • ° . ich hebe alle zwei Züge, den Kopf zu rechten Seite aus dem Wasser 
          • ° .manchmal sehe ich dabei einen Regenbogen.° .
  • Luft holen, weiter 
    • ° .Meine gekippte Handfläche taucht ein, ich schaue ihr nach und dann wieder ins Wasser 
      • ° .Mein linkes Ohr ist eigentlich immer unter Wasser, 
  • unter Wasser sind keine Geräusche, höre ich nichts 
    • das genieße ich
      • atme ein, atme unter Wasser aus, schaue nach vorne
        • die Bahn ist frei 
          • ° .(zumindest, auf jeden Fall in meinem Ruhebild ist das so 😊) 
  • Ich schlage/schiebe mich mit den Flossen und ziehe mich mit den Armen Stück für Stück nach vorne 
    • ° .Zwischendurch schaue ich unter Wasser auf die Schlieren, Lichtspiegelungen und denke an die Schwimmbadbilder von David Hockney. Ich bin mittendrin. Schön! 
      • ° .Nach 50 Meter, trifft meine Hand auf das Ende der Bahn,
        • ich drehe mich um, stoße mich ab
          • gleite direkt weiter und zurück.
  • In der Mitte der Wasserfläche 
    • paddeln meine Flossenfüße und ich
      • wieder los !

3 Tipps. Bau dir (d-)ein eigenes Ruhebild:

Mit oder ohne Anlauf und wo geht es überhaupt hin, wo möchtest du sein?

Entscheide du für dich. 

  • Real oder DIY ! Dein Ruhebild kann ein real existierender Ort sein, drinnen oder draußen, im Wald, in der Badewanne. Du kannst genau so gut einen Ort für Dich bauen. Wichtig ist, dass du ihn visualisierst und dann vor dem inneren Auge sehen kannst.
  • Du und (d-)ein Ruhebild können in Bewegung sein!  Hängematte kann genauso funktionieren wie Bällebad oder auf dem Trampolin. Es hängt sehr und immer von dir und deiner Verbindung zu dem Bild ab.
  • Momentaufnahme geht auch! Ein Ruhebild funktioniert auch ohne Raumbezug. Dein Ruhebild kann auch eine  Situation, ein Moment, eine Geste sein, von oder mit einem oder mehreren Menschen, die dir wichtig sind.

Schnittstellen, Add-ons, Anschluss-Ideen 

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