Mediation ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Bearbeitung von Konflikten. Mediation ist freiwillig, vertraulich, strukturiert und ergebnisoffen. Das Mediationsgesetz regelt das Verfahren.
Dieser Artikel geht zuerst allgemein auf Mediation als Verfahren ein und zeigt dann die einzelnen Schritte hin zu einem Mediationsverfahren als fairem Weg aus dem Konflikt. Mediation ist grundsätzlich für alle geeignet, die aktiv an der Klärung eines Konfliktes arbeiten möchten: für euch als Paar, Ex-Paar, Team, Gruppe, Familie, Kolleg:innen, Geschwister, Nachbar:innen und alle, die hier noch nicht genannt sind.
Mediation ist eine Entscheidung für und aus Verantwortung
Ihr, du und weitere Menschen, entscheiden sich, aktiv in die gemeinsame Bearbeitung eures Konflikts einzusteigen. Jede:r von euch handelt eigenverantwortlich und vertritt seine Interessen selbst. Den Weg geht ihr individuell und gleichzeitig gemeinsam im Austausch. Ich< als zertifizierte Mediatorin begleite euch, gebe Struktur und moderiere den Prozess. Ihr möchtet für euch eine Klärung finden, so dass jede:r einen Schritt in die Zukunft machen kann. Das kann bedeuten, dass sich neue Optionen im Miteinander auftun oder auch, dass sich eure Wege trennen. Wichtig ist, ihr arbeitet gemeinsam und mit größtmöglicher Offenheit daran.
Niemand gewinnt, niemand verliert
Niemand gewinnt, niemand verliert ist ein wichtiger Grundsatz der Mediation als Verfahren. Das heißt konkret:
- Jede Perspektive ist wichtig. Alle Beteiligten haben Zeit und Raum, ihre Perspektive auf den Konflikt zu schildern. Ich als Mediatorin unterstütze jede einzelne Person dabei, ihre Sicht mitzuteilen.
- Während des Mediationsverfahrens bleibt der Status Quo erhalten. Es werden keine Vereinbarungen getroffen, die die Situation für eine oder mehrere Parteien verschlechtern.
- Lösungen können nur Lösungen von allen und für alle sein: Es kommen nur Lösungen in Frage, die alle Parteien mittragen können.
Mediation ist ein Schritt aus dem Stillstand heraus
Du oder ihr möchtet nach einer Phase ohne direkten Kontakt, die Kommunikation mit einer oder mehreren Personen wieder aufnehmen, heraus aus dem Schweigen kommen, einen Schritt in Richtung einer Aussprache wagen? Vielleicht sogar ein Stück Zukunft finden
Mediation< kann dieser Anfang sein. Mediation ist, wenn sich Menschen gemeinsam an einen Tisch zu setzen und wieder ins Sprechen zu kommen. Die Strukturiertheit der Mediation und die besondere Kommunikation über mich als Mediatorin helfen dabei.
Der erste Schritt ist oft der schwierigste. Ist die Kommunikation zum Beispiel eine Weile komplett unterbrochen, biete ich gerne an, den ersten Schritt der Kontaktaufnahme zu übernehmen. Ich kontaktiere die andere Partei, stelle mich, Mediation als Verfahren und euren Wunsch nach einem Einstieg in die Komunikation vor.
Hier habe ich 1x den Weg durch das Mediationsverfahren für euch aufgeschrieben:
- VORPHASE
- Kontaktaufnahme
- Erstgespräch
- MEDIATIONSPROZESS
- Konfliktdarstellung
- Konflikterhellung
- Lösungsphase
- Mediationsvereinbarung
- GGF. ÜBERPRÜFUNGSTERMIN
Euer Weg zur Mediation
1) VORPHASE: ein Gedanke, eine Option entsteht. Da ist ein Wunsch nach Veränderung.
Du oder ihr habt von Mediation als Verfahren gehört. Vielleicht kennst, kennt ihr Personen, die im beruflichen oder privaten Leben bereits einmal Teil einer Mediation waren. Oder ihr habt den Begriff „Mediation“ einmal gehört oder davon gelesen. Du oder ihr habt noch nie von Mediation gehört und seid, sucht Wege einen Konflikt zu klären und seid auf meine Website gestoßen.
Auch Gerichte schlagen zuweilen Mediationsverfahren vor.
Anfrage: per Mail, per Telefon, über meinen Kalender.
Die Anfrage kommt durch eine oder mehrere Personen an mich als Mediatorin. Ich bin per Mail, telefonisch oder per Direktbuchung über meinen Kalender erreichbar. Wähle die Option, die dir bzw. euch am angenehmsten ist, die am besten zu euch passt. Ich melde mich dann schnellstmöglich zurück mit einem Terminvorschlag für das kostenlose und unverbindliche Erstgespräch oder ich bin direkt am Telefon 🙂
Erstgespräch: +- 30 Minuten, kostenlos, unverbindlich.
Im Erstgespräch habt ihr die Möglichkeit, mich als Person kennenzulernen und wir schauen zusammen, ob Mediation als Verfahren für euch in Frage kommen könnte. Ich informiere über die Rahmenbedingungen wie Zeit, Ort, Kosten. Von der Person, die mich anruft, höre ich erste Informationen, worum es geht und wer die beteligten Personen sind. Wie verabreden nächste Schritte.
Mediationseingangsvereinbarung: alle Infos kompakt per Mail.
Dieses Dokument schicke ich dir bzw. euch nach dem Erstgespräch per Mail zu. Es fasst die wichtigsten Informationen zu Mediation als Verfahren noch einmal zusammen und ist die Grundlage einer möglichen Zusammenarbeit.
Themen der Mediationsvereinbarung sind: Über Mediation als Verfahren, Allparteilichkeit der Mediator:in, Aufgaben der Mediator:in, Dauer der Mediation, Offenheit und Vertraulichkeit, Erhalt des Status Quo, Beteiligung Dritter, Kosten, Ort, Nebenabreden.
Starttermin : 2 Stunden, zusammenkommen an einem Ort, losarbeiten.
Alle Konfliktparteien sind mit einem Mediationsverfahren einverstanden. Wir verabreden einen Starttermin. Dieser Termin findet an einem neutralen Ort statt. Für diesen Starttermin empfehle ich aus der Erfahrung ein Zeitfenster von 2 Stunden. So können wir organisatorische Dinge und Fragen besprechen und dann direkt in die Arbeit einsteigen.
Die Anzahl der Termine und wieviel Unterstützung und Begleitung ihr abrufen möchtet, liegt bei euch. Ihr entscheidet und wir verabreden dann step-by-step. Mein Ziel ist, in der verabredeten Zeit maximal weit zu kommen. Jede Minute zählt im Sinne eurer Sache.
2) MEDIATIONSPROZESS: niemand gewinnt, niemand verliert.
Mediation ist ein strukturiertes Verfahren. Der Prozess gliedert sich in mehrere Phasen. Diese Phasen können zum Teil auch fließend ineinander übergehen.
Alle an einem Tisch
Mediation ist, wenn alle, die in den Konflikt involviert sind, sich entscheiden zusammenkommen und den Konflikt aktiv zu bearbeiten. Mediation kann im analogen oder digitalen Raum stattfinden. Ich in meiner Rolle als Mediatorin strukturiere und begleite den Prozess.
Wir starten: Ich fasse für alle transparent den aktuellen Stand meiner Informationen zu eurem Fall zusammen. Außerdem gebe ich kurz noch einmal wichtige Informationen zu meiner Rolle als Mediatorin und den einzelnen Phasen der Mediation.
Wir schauen gemeinsam auf die Mediationsvereinbarung, die ich euch vorab digital zugesandt habe. Ich beantworte offene Fragen. Alle anwesenden Personen unterschreiben das Dokument. Damit bin ich beauftragt und nehme mit meiner Unterschrift den Auftrag an. In einem nächsten Schritt steigen wir direkt in die inhaltliche Arbeit ein. Die erste Phase des Mediationsverfahrens ist die Konfliktdarstellung.
Konfliktdarstellung: wer sieht die Sache wie?
Zunächst führe ich sogenannte Einzelgespräche in Anwesenheit aller. Das heißt Jede Person am Tisch schildert ihre Perspektive auf den Konflikt. Die Kommunikation läuft über mich. Ich höre zu, stelle Rückfragen, spiegele, was ich verstanden habe. Zuhören kann für diejenigen, die gerade nicht sprechen, herausfordernd sein. Das liegt auch daran, dass sich die eigene Sicht, von dem, was gerade zu hören ist, häufig deutlich unterscheidet.
Im nächsten Schritt benennt jede:r von euch, Themen, die ihr:ihm wichtig sind.
Ich als Mediatorin frage, begleite und unterstütze dabei jede Person, ihre Themen möglichst präzise zu bennen. Wichtig: ich als Mediatorin habe keinen Masterplan und keine Entscheidungsbefugnis im Konflikt. Die Lösung liegt zwischen euch, an der Schnittstelle von dem, was euch wichtig ist. Das mit euch herauszuarbeiten und einen sicheren und vertrauensvollen Rahmen zu schaffen, ist mein Ziel.
Konflikterhellung: wem ist was wichtig und warum ist das so?
In der Konflikterhellung gehen wir nun eine Ebene tiefer. Was ist jeder einzelnen Person wichtig und warum ist das so. Hier unterstütze ich dabei, diesen guten Gründen auf die Spur zu kommen und sie für alle hörbar zu formulieren. Dadurch verschiebt sich der Fokus von dem, wie Dinge möglicherweise ankommen, hin zu einem tieferen Verständnis für die Person, die gerade spricht und das, was sie bewegt. Für mich als Mediatorin ist das immer wieder ein besonderer Moment.
Lösungsphase:
In der Lösungsphase sammelt ihr in einem Brainstorming Lösungsideen. So viele wie möglich und erst einmal ohne Begrenzung oder Bewertung. Häufig ist hier eine gewisse Dynamik zu beobachten. Mit jeder Idee, die ihr mir zuruft und die ich für euch aufschreibe, geht es schneller bis zur nächsten Idee.
Nach dem Brainstorming schaue ich mit euch gemeinsam auf die Ideen-Wolke und wir überprüfen bei jeder Idee, ob sich alle darin, mit dem, was ihnen wichtig ist wiederfinden können. Eine wichtige Frage sind außerdem die Bedingungen der Umsetzung. Vielleicht braucht es hier und da noch mehr Informationen.
Abschlussvereinbarung
Wenn das euer Wunsch ist, halte ich die Verabredungen und nächste Schritte in einem Textdokument fest. Möglich ist auch ein Foto der Dokumente aus den einzelnen Mediationsphasen zu machen.
3) Überprüfungstermin: Rückblick, Ausblick
Zu einem Zeitpunkt X, zum Beispiel nach 8 oder 12 Wochen, schaue ich gerne noch einmal mit euch zurück und auf den aktuellen Stand. Wie ist es euch zusammen und jeder Person ergangen seit dem letzten Mediationstermin. Was konntest ihr umsetzen? Hat sich etwas verändert? Wo möchtet ihr vielleicht nochmal nachjustieren?
Du möchtest mich gerne als Person kennenlernen und schauen, ob Mediation als Verfahren in Frage kommt?
Schreib mir gerne eine Nachricht und wir verabreden uns telefonisch oder online zu einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch.
Dr. Sabine Sutter |Zertifizierte Mediatorin | mail@sabinesutter.de

